Natürlich Viernheim Online

Natürlich Viernheim Online
während der Corona-Pandemie

Liebe Freunde und Interessenten von natürlichViernheim, 

hier auf unserer KOMPASS-Homepage bieten wir ab sofort wechselnde natürlichViernheim Themen an. 

Viel Spaß beim Stöbern!


Thema im Juli

Wespe

Sommerzeit ist Wespenzeit – was können wir tun?
Mitten im Sommer sind sie wieder da, die Wespen und von Tag zu Tag beginnen sie
uns immer heftiger zu nerven: beim Essen im Freien, beim Barfusslaufen im Garten
oder beim Marmeladekochen in der Küche. Wie soll man sich dann den emsigen,
aber lästigen Tieren gegenüber verhalten? Die richtige Antwort darauf zu finden, ist
nicht immer ganz einfach und doch gibt es einige Ratschläge, die in vielen Fällen
weiterhelfen.
Zunächst gilt: versuche mit Wespen und Hornissen zu leben, denn sie sind von sich
aus nicht aggressiv und gefährlich!
• Bleibe also ruhig und schlage nicht nach ihnen.
• Versperre ihnen den Zugang in die Wohnung (mit Vorhang oder durch Verstopfen der Einflugstelle).
• Decke im Freien Speisen und Getränke (z.B. mit einem Bierdeckel) ab.
• Räume Essensreste sofort weg.
• Wische Kindern nach dem Essen die Hände und den Mund ab.
• Laufe auf Klee-haltigem Rasen nicht barfuss.
• Sammle Fallobst auf und halte den Mülleimer geschlossen.
• Sprühe nicht mit dem Wasserschlauch auf das Wespennest
• verwende keinen Insektenspray, denn das macht die Tiere nur aggressiv und belasten die Umwelt.
Befindet sich das Wespennest im unmittelbaren Wohnbereich und stellt hier eine
direkte Gefährdung dar, dann sollte man einen Fachmann um Rat und Hilfe bitten,
der ökologisch arbeitet und der weiß, wie in vielen Fällen das Wespen- oder
Hornissennest abgetragen und verlagert werden kann.
Eine schonende Behandlung haben die Tiere verdient, denn sie sind nicht nur
Plagegeister, sondern erfüllen durch Bestäubung vieler Pflanzen im Garten- und
Weinbau und durch Fangen von Fliegen, Raupen und Blattläuse einen wichtige Rolle
in der Natur. So werden von einem Hornissenstamm bis zu 12kg Insekten in einem
Jahr und von Wespen bis zu 3000 Insekten pro Tag eingesammelt.
Fünf Monate Geduld und Nachsicht ist daher auch für sie zu wünschen, denn
danach, im Herbst, endet mit Ausnahme der Königin ihr Leben.

Peter Dresen

Kreuzkröte

Foto: Herwig Winter
Foto: Dr. Peter Dresen

Die Kreuzkröten  –  Viernheims bucklige Gesellen

Nur wenige Viernheimer kennen sie und doch leben sie in großer Zahl bei uns im Wald und im nahen Naturschutzgebiet „Glockenbuckel“ vor den Toren der Stadt, die Kreuzkröten. Im April bis Juni haben sich hier, nach kräftigen Regenfällen und einer im trockenen Frühjahr vorangegangenen Wasserspende der von Naturfreunden herbeigerufenen Viernheimer Feuerwehr, große Pfützen gebildet. Sie werden – bei hoffentlich günstiger Witterung – einige Zeit mit Wasser gefüllt bleiben und bald die Kröten zur jährlichen HochzeitsWanderung anlocken. Sobald die Nacht kommt, ist dann ein weithin laut schallendes „Ärr-Ärr-Ärr“ des dort versammelten Krötenchors zu hören: die Krötenmänner gehen im Dunkel auf Brautschau! In diesen, an besonnten Stellen befindlichen Pfützen sind am folgenden Tag lange Samenstränge zu sehen, aus denen in kürzester Zeit hunderte, winzige Kaulquappen schlüpfen. Bei der Kreuzkröte muss alles besonders schnell gehen, da die Zeit oft nur kurz ist, bis ihr Laichgewässer austrocknet und die  Larven dann verdursten würden. Schon nach 4 oder 5 Wochen haben sie sich zu kleinen Kröten verwandelt und suchen nun Deckung und Schatten im nahen Gebüsch. Warum aber heißt diese kleine Kröte „Kreuzkröte“? Auf dem Rücken, ihrem  Kreuz also, ist ein langer heller Strich zu sehen und er ist das beste Erkennungszeichen für das Tier. Aber auch an ihrem Gang ist sie leicht von allen anderen Kröten zu unterscheiden, denn sie hüpft nicht wie diese, sondern läuft auf allen Vieren fast so flink wie eine Maus.  Zum Schluss noch eine Bitte: Die in Deutschland an vielen Stellen selten gewordene Kröte braucht unseren besonderen Schutz, denn ihre Laichgewässer liegen oft an den von vielen Menschen besuchten Stellen (wie im NSGGlockenbuckel) und dann ist es wichtig, dass sie dort nicht als Hundebadewanne oder Kinderplanschbecken missbraucht werden. Wir Viernheimer können stolz auf diese bei uns noch vorkommenden, interessanten Tiere sein!

Peter Dresen

Warum sind die Tiere wichtig?

Doch warum sind die Amphibien überhaupt wichtig und damit schützenswert? Das Verschwinden von Kröten, Fröschen und Molchen würde ein empfindliches Loch in die natürliche Nahrungskette reißen, warnt der Bund für Umwelt und Naturschutz.
Denn: „Alle Lurche fressen Käfer, Spinnen, Würmer; sie sind aber auch wichtige Beutetiere für vielerlei Vögel, Reptilien und Säugetiere. So hat jede einzelne Art ihre Bedeutung im Ökosystem.“
(Aus einem Artikel der Stuttgarter Nachrichten am 21.02.2020)

Kräuter

Der Juli – Zeit der Kräuterernte
Im Juli haben viele Kräuter den Höhepunkt ihrer Entwicklung erreicht.
Sie schmecken besonders würzig und sind in ihrer Wirkung besonders stark.
Jetzt ist also der richtige Zeitpunkt, um sie zu ernten, zu trocknen und in geeignete Gefäße zu füllen.

Für die Juliernte eignet sich Majoran, Basilikum, Oregano, Minze, Lavendel, Pfefferminze, Bohnenkraut und Estragon.
Majoran und Pfefferminze erntet man, wenn sich die ersten Blütenknospen zeigen.
Bohnenkraut erntet man, wenn es richtig blüht.

Vom Pfefferminz nicht die volle Länge abschneiden, sondern ein paar Zentimenter über dem Boden stehen lassen, die Minze treibt nochmal aus. vlt. reicht es sogar für eine zweite Ernte.

Bei der Ernte ganze Triebe abschneiden, zu nicht allzu dicken Sträußen binden und aufhängen, bzw. für den Dörrautomat oder den Backofen die Blätter ohne Stiele auf der Unterlage ausbreiten.
Wen die Blätter richtig trocken sind in luftdichte, dunkle Gläser füllen,….

…oder weiterverarbeiten

Rezept Maggi Salz
10 g getrocknetes Liebstöckel
100 g Salz
Die frisch geerntete Liebstöckelblätter im Dörrautomat, Backofen trocknen oder zum Trocknen die Liebstöckelzweige aufhängen.
Dann die getrocknete Blätter im Multizerkleinerer (oder ähnliches) mit dem Salz mahlen (dadurch geht das Aroma an das Salz). Für andere Mengen die Mischung im Verhältnis 1 zu 10 nehmen.


Der Mai ist gekommen



Der Maikäfer

In diesem Jahr werden wir ihn nur selten zu sehen bekommen, den Maikäfer, denn 2020 gehört nicht zu den in einem 4-Jahresrhythmus auftretenden, sogenannten „Hauptflugjahren“ der braunen Brummer.  Vor 2 Jahren noch waren sie Anfang Mai in Millionenzahl gegen Abend, hoch oben in den Wipfeln der Laubbäume unterwegs. Aber mit etwas Glück kann der Käfer auch in diesem Jahr beobachtet werden, wenn er kurz vor Dunkelheit seine Runden um die Straßenlaternen dreht oder durch das offene  Fenster in der Küche oder im Wohnzimmer landet.
Der Maikäfer war durch massiven Pestizideinsatz vor  gut 50 Jahren in Deutschland fast ausgestorben, hat sich aber nach Ende der Bekämpfung davon voll erholt und kann nun durch Wurzelfraß der Engerlinge erneut zu einem ernsthaften Baumschädling werden. Aber erst in 2022 wird es wieder so weit sein und spätestens dann dürfen wir uns über die Krabbeltiere freuen, die bekanntlich Max und Moritz zu einem ihrer schlimmen Streiche verwendet haben.  Übrigens können ganz Wagemutige via Google sich über Rezepte für eine Maikäfersuppe informieren – sie soll wie Krebssuppe schmecken – oder auch geröstete und mit Zucker kandierte Maikäfer ausprobieren.

Dr. Peter Dresen

Einige erinnern sich bestimmt noch an das Lied …

Zum Glück gibt es noch welche.

Dirk Steffens zur Coronapandemie



Füchse



Holunder

Foto RitaE Pixabay lizenzfrei

Jetzt blüht überall der Holunder und damit lässt sich Feines zaubern

Hier sind fünf Ideen von Smarticular

https://www.smarticular.net/vielseitige-anwendungen-fuer-holunder/

 


Thema im April


Die Nachtigall

Foto: pixabay lizenzfrei wal_172619

Die Nachtigall

Schon kurz vor Ostern ist in diesem Jahr recht früh die Nachtigall aus ihrem Winterquartier im tropischen Afrika zu uns nach Viernheim zurückgekommen. In den Feldhecken, am Waldrand oder am Bannholzgraben ist jetzt der unverwechselbar Gesang der Nachtigall zu hören. Besonders leidenschaftlich und unermüdlich am Morgen und dann gegen Abend bis in die Nacht hinein.
Der Gesang der etwa Amsel-großen, braunen Vögel ist aus vielen Strophen dicht gereihter Einzel- oder Doppeltöne zusammengesetzt. Dabei wechseln sich längere Strophen immer wieder mit kurzen völlig, anders klingenden ab. Besonders typisch für den Gesang der Nachtigall ist auch das legendäre Schluchzen, ein lang gezogenes Flöten absteigender Töne und der berühmte Nachtigallenschlag, der an eine Coloratoursängerin erinnert. Der Gesang der Nachtigall dient, wie bei anderen Vogelarten auch, zum Anlocken paarungswilliger Weibchen. Übrigens singen Nachtigallen trotz ihres Namens auch tagsüber. Bei den Tagessängern geht es jedoch wohl weniger darum, das Herz eines Weibchens zu erobern, sondern vielmehr darum, das eigene Revier gegen männliche Rivalen akustisch abzugrenzen. Die Nachtigallen brüten bodennah im Mai und Juni im Gebüsch und in Hecken und verlassen uns bereits wieder gegen Ende des Sommers.

Dr. Peter Dresen

Gesang der Nachtigall

Quelle: www.youtube.com/watch?v=b3iq2XrYebk

Auch Beethoven, Strauß und Strawinskij, die großen Komponisten, wurden vom Gesang der Nachtigall inspiriert.

Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=ky71P3Soz2A

Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=Xds3T-sY9Lw

Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=inudRFW0Jig

Nachtigallenmusik die uns die Coronakrise beschert hat.
Ja, ja, das gibt es auch…

Quelle: https://www.swr.de/swr2/musik-klassik/david-rothenbergs-virtuelles-konzert-mit-einer-berliner-nachtigall-100.html

Es war die Nachtigall und nicht die Lerche

Was uns das Lexikon zu dem weltberühmten Shakespeare Zitat zu sagen hat, lesen Sie hier:

http://universal_lexikon.deacademic.com/235150/Es_war_die_Nachtigall_und_nicht_die_Lerche


Giersch

Unser mmmmmh-Rezept

2 Handvoll junge Gierschblätter
200 ml Olivenöl
60 g Sonnenblumenkerne
3 Knoblauchzehen
100 g Pecorino
Salz und Pfeffer nach Belieben

Giersch waschen, trocken schütteln und von den Stielen befreien, drei Knoblauchzehen schälen und grob hacken, die 100 g Pecorino (Schafsparmesan) mit der Reibe reiben, die Sonnenblumenkerne ohne Fett rösten. Alle Zutaten in den Mixer und mit Salz und Pfeffer nach Belieben abschmecken. Gründlich durchmixen und in ein sauberes Glas füllen    – fertig.

Herrlich zu Spaghetti, auch sehr lecker als Topic  für den Tomaten-Mozarella-Teller oder  als spezielle Geschmacksnote einen Löffel in die Minestrone.

Und zum Schluß eine Buchempfehlung zum Thema Wildkräuter:

Geh raus! Deine Stadt ist essbar, aus der Buchreihe von Smarticular
https://www.smarticular.net/buecher/gr/