natürlichViernheim

Liebe Freunde und Interessenten von natürlichViernheim,
auf unserer KOMPASS-Homepage bieten wir wechselnde natürlichViernheim Themen an. 

Viel Spaß beim Stöbern!

Herbst

natürlichViernheim-Aktion am Viernheimer Freiwilligentag 18.9.2021

Blütenwiese auf dem alten Friedhof

Schon im vergangenen Jahr wurde begonnen eine große blühende Fläche für Besucher und für die Natur anzulegen. Beim diesjährigen Freiwilligentag waren fleißige HelferInnen am Werk und steckten Frühjahrsblumenzwiebel , säten und brachten Sprossen ein. Eine üppig bühende Wiese im nächsten Jahr würde die Beteiligten für ihre Mühe reichlich entlohnen.

Hamster

…und wer hat ihn gefunden ? Andrea Herschel!
Danke für den Film

(c) Margit Schneider

Herzlichen Dank an Roland Matern für diesen wirklich schönen Filmtipp.

Frühling

Es tut sich etwas im Apostel-Kirchturm

(c) Andrea Herschel
(c) Andrea Herschel

Falkennachwuchs 2021 im Apostelturm Jedes Jahr im April wird es für die Viernheimer Falken-freunde spannend, denn hoch oben im Turm der Apostelkirche kündigt sich ein freudiges Ereignis an: die Brutzeit unseres Falkenpaars im dortigen Brutkasten geht zu Ende und dann muss es sich zeigen, ob auch in diesem Jahr die Wanderfalken hier wieder erfolgreich gebrütet haben oder – wie vor wenigen Jahren geschehen – die Falkeneier unfruchtbar waren. Und bingo – auch 2021 hat es wieder geklappt! Im Falkenkasten konnten am 20. April, dicht an ihr Mutter gedrängt, vier Küken von den beiden Falkenbetreuerinnen Andrea Herschel und Johanna Blaeß beobachtet und fotografiert werden. Die jungen Falken sehen noch aus wie kleine, weiße Federbälle, die von ihren Eltern ge-hudert (warmgehalten) und bis zu 3mal täglich gefüttert werden. Knapp 40 Tage später werden sie dann groß und fit genug sein, um ihren ersten Ausflug aus dem Falkenkasten zu wagen. Sehr erfreu-lich ist, dass seit 2019 die beiden engagierten Naturschützerinnen Andrea Herschel und Johanna Blaeß die Betreuung der Viernheimer Wanderfalken (Kastenreinigung und Kontrollen) von den bis-herigen, alten „Falkenvätern“ übernommen haben, denn denen war das Treppen- und Leitersteigen hoch hinauf in den Kirchturm zuletzt immer schwerer gefallen.
Peter Dresen

Essbare Stadt Viernheim

Wir stellen vor:
Die Essecke in der Peter-Minnig-Straße

angefangen hat es am Freiwilligentag 2018…
Zum Freiwilligentag 2018 wurde vom BUND Viernheim in Zusammenarbeit mit der Stadt Viernheim eine stark vernachlässigte kleine Grünanlage in der Nordstadt neu bepflanzt.

Dort kann gezeigt werden, dass im öffentlichen Grün mit essbaren Pflanzen ein zusätzlicher Nutzen mit dem Grün geschaffen wird.

Von der Ursprungsbepflanzung war in den 5 Pflanzbeeten nichts mehr übrig. Wasser haltendes Substrat, Mulchmaterial und verschiedene Obstgehölze standen für den Neustart bereit.

Steine und verdichteter Untergrund machten den freiwilligen Helfern reichlich Mühe. Angießen nicht vergessen.

Erweiterung 2019
In der Folge konnten die Glaskontainer versetzt und die Beetflächen durch die Entsiegelung von Pflasterbelag noch erweitert werden und damit weitere Kulturobstarten und Wildfrüchte gepflanzt werden. Neben bekanntem, wie Äpfel, Birnen, Stachel- oder Johannisbeeren, wachsen dort auch Scheinquitten (Chaenomeles), Apfelbeeren (Aronia) Mispel und die auch seltener gewordene Quitte, Apfelrosen, Felsenbirnen und die essbare Eberesche. Auch Exoten sind dabei wie die Indianerbanane, Kakis oder Feigen.

Obstwiese
Auf der Wiese daneben wurden Hochstamm-Obstbäume wie beim Streuobst gepflanzt. Außer Kernobst auch eine Marone. In der Hecke am Rand stehen jetzt Zuchtsorten von Kornelkirschen. Dort könnte die Strauchpflanzung in eine Fruchthecke entwickelt werden.

Noch mehr essbares
Auch ausdauernde krautige Pflanzen sind mit eingebracht. In drei Pflanzkübeln, die die Anlage vor wild parkenden Autos schützen soll, wachsen Gewürzkräuter wie der gut winterharte Rosmarin ‘Weihenstphan‘, Bergbohnenkraut und Tripmadam. In den Beeten gedeiht Topinambur, Taglilien (mit essbaren Blüten) und Knoblauch.

natürlichViernheim-Treffen
Um nach dem Rechten zu sehen oder zu ernten treffen wir uns im Rahmen der natürlichViernheim-Veranstaltungen dort und wollen weiteres realisieren. Für 2021 sind ein paar Kartoffeln gesteckt worden und Trockenbohnen stehen auf dem Plan.

Vielen Dank an unsere Mitglieder des Orgateams von natürlichViernheim
Peter Dresen und Roland Matern für die beiden interessanten Beiträge

Prinzen brauchen Shuttleservice

(c) Alexandra Pixelbay

 KRÖTENTAXI GESUCHT ♥  DER NABU BRAUCHT HELFER

Jedes Jahr machen sich die Erdkröten und andere Amphibien auf den Weg und wandern zur Paarungszeit an ihr Geburtsgewässer. Die ersten Amphibien wurden bereits gesichtet und einige Helfer sind dabei die Krötenzäune zu stellen, Eimer zu setzen und Brombeeren zu entfernen.
Wir suchen dringend ehrenamtliche Helfer, die uns unterstützen entlang der Krötenzäune die Eimer zu kontrollieren und die Tiere heil über die Straße zu bringen.
Für alle neuen Helfer gibt es natürlich eine Einführung! Die Einsätze erfolgen coronakonform und in Teams von zwei Personen, aber natürlich kann man auch als Paar oder Familie Kröten sammeln.
Infos findet ihr auch unter http://www.xn--krtenretter-sfb.de/
Jeder kann mitmachen!
Jede Hilfe wird gebraucht!
Meldet euch per PN oder unter 0160 90824629

natürlichViernheim-Treffen vom 2.3.2021 zum Thema: Bäume und Sträucher im Frühling und Winter

Roland Matern vom BUND Viernheim und Margit Schneider von der KOMPASS-Umweltberatung begrüßen die Anwesenden online-Teilnehmer.
Roland Matern führt erst kurz in die Technik und das Handling des Jitsie-Meetings ein und beginnt dann mit dem eigentlichen Thema. Er erläutert, auf was beim Spaziergang zu achten ist und empfiehlt den naturinteressierten Teilnehmern folgendes Taschenbuch:

Buchcover Knospen und Zweige (Buch von Bernd Schulz)
    • Keine Angs vor “bluten”.
    • Triebarten
    • Was, wo und wie abschneiden, Unsicherheit beseitigen,
  • Pflanzen, pflanzen, pflanzen
    • Gehölze wichtig für Seele, Klimaschutz und Lebensräume
    • Bäume als Hochstamm besonders geeignet auch im kleinen Garten,
    • Richtige Auswahl – Raumverhältnisse beurteilen, heimische und Nutzarten präferieren, schlanke Formen können helfen
    • Sammelbestellungen organisierbar? Kreisobstbaumaktion
    • Boden beurteilen und verbessern
    • Pflanzen, anbinden und pflegen
    • Vermehren, veredeln
    • Guerillagardening mit Steckhölzern

Danach gab es Tipps und Infos:

    • Pflanzen erkennen in Feld, Wald und Garten
    • Gehölze schneiden
    • Es ist Pflanzzeit: Auswahl, Einkauf, Pflanzung
  • Winterschnitt
    • Gute Erkennbarkeit des Aufbaus von Bäumen und Sträuchern
    • Tote Zweige schneiden geht immer, Vorsicht beim Austrieb: hohe Bruchgefahr, triebige Gehölze jetzt noch gut zu schneiden
  • Winterspaziergänge,
    Natur beobachten,
    • Lebensräume erkennen,
    • Obst sammeln (Schlehen), Fundstellen für den Sommer merken, mundraub.org
    • Pflanzenmerkmale: Knospen, Rinde, Lentizellen, Blattnarbe
    • Der Austrieb schwierigste Phase zur Erkennung: Altlaub, Fiederung und Blattrand bald erkennbar

Hier noch der Reader zu einem Kurs der Universität Tübingen zum Thema:

Häufige Gehölze im Winter bestimmen
(Kurs „Pflanzen im Winter“, Universität Tübingen)

und noch ein interessanter You Tube-Tipp von R. Matern:

(c) pixabay/brainstorm-4222728_1920

Zum Mitmachen

Winter

(c) Peter Dresen

(c) Herwig Winter

(c) Herwig Winter

Ein Eigenheim für Vögel - der Nistkasten

Viele gefiedert „Viernheimer“ benötigen heute einen eigenen Nist- oder Brutkasten, da die früher in Stadt und Land in vielen Mauernischen, in Scheunen oder unter den Dachziegeln noch vorhandenen Brutplätze durch Sanierung der Dächer und moderne, wärmedämmende Bauweisen zumeist verschwunden sind. Die häufigsten hier lebenden Vogelarten, wie die Kohl- und Blaumeisen, die Rotschwänzchen und Stare, sie alle sind auf einen ihnen von uns Menschen im Garten oder an der Hauswand angebotenen Nistkasten angewiesen. Bei milden Temperaturen und Sonnenschein gehen am Winterende zuerst die Kohlmeisen auf Erkundungstour nach einer geeigneten Bleibe und studieren die Eignung der ihnen noch aus dem Vorjahr bekannten Kästen. Spätestens dann wird es Zeit, dass wir uns als ihre Quartiermeister betätigen und uns darum kümmern, dass die im Vorjahr schon bewohnten Nistkästen von im Kasteninnern noch vorhandene Nistmaterial gesäubert werden. Wichtig ist es, dabei darauf zu achten, dass man nicht mit dem alten Nest, dem Vogelkot und dem Staub direkt in Kontakt kommt, da sich darin oft Vogelflöhe und Milben befinden. Gelangen sie auf die Kleider oder Schuhe, dann wandern sie schnell weiter und es entstehen auf der Haut lang anhaltende und stark juckende Entzündungen. Daher bitte vorsichtig sein und bei dieser Arbeit immer Handschuhe anziehen! Nicht notwendig ist es, die gereinigten Kästen zuletzt noch mit einem Desinfektionsmitten einzusprühen. Die Vögel sind an eine hier noch vorhandene „Restpopulation“ lästiger Untermieter gewöhnt und kommen damit ganz gut zu recht. Wer einen neuen Nistkasten aufhängt, muss den dafür besten Platz finden. Das ist nicht immer ganz einfach, da z.B. die Rotschwänzchen – sie nisten gerne in einem offeneren „Halb-Höhlenkasten“ – sehr wählerisch sind. Am besten versucht man es hier an einer Hauswand unter einem Dachvorbau. Weniger anspruchsvoll sind dagegen die Meisen. Bei ihnen ist es nur wichtig, dass der Kasten – gut erreichbar, also nicht zu hoch, an einem Baum oder Gartenhaus angebracht – nicht zu leicht von Nachbars Mohrle erreicht werden kann, im Sommer am Nachmittag nicht lange in der Bruthitze der Sonne liegt (wenn möglich nur Morgensonne und im Halbschatten) und heftige Regengüsse nicht über das Einflugloch ins Kasteninnere gelangen können. Unsere häufigste Meise, die Kohlmeise sollte einen Kasten mit einem etwas größeren Einflugloch von min. 32mm und die zarte und etwas seltenere Blaumeise einen Kasten mit einem Einflug von 28mm bekommen. Das kleinere Loch macht es möglich, dass auch sie noch einen Nistkasten findet und nicht überall von ihrer größeren Schwester, der robusten Kohlmeise oder dem Feldsperling verdrängt wird. Spatzen, als überaus nützliche Schädlingsvertilger, sind übrigens inzwischen so selten geworden, dass auch sie unseren Schutz verdienen! Schenken wir also in 2021 unseren Vögeln ein komplettes Eigenheim und freuen wir uns dann später an ihrem Gesang und ihrem unbezahlten Einsatz im Garten bei der Jagd auf Blattläuse und Raupen.

Dr. Peter Dresen

Nistkasten

Für ambitionierte Heimwerker hier NABU-Baupläne für die Vogeleigenheime:  Nistkastenbau

Wer einmal praktisch Nistkästen reinigen möchte, der kann sich gerne im Umweltbüro melden.
Dort wird man für Sie einen Termin arrangieren, bei dem Sie coronakonform, im Tandem, zusammen mit einem fachkundigen BUND-Mitglied vor Ort gemeinsam Hand anlegen können.

Bei Interesse bitte per Mail melden, da wir während der coronazeiten großteils im Home-Office arbeiten.      Email: umwelt-kompass(at)t-online.de

(c) ms

Die drei Spatzen

In einem leeren Haselstrauch,
da sitzen drei Spatzen, Bauch an Bauch.
Der Erich rechts und links der Franz und mittendrin der freche Hans.
Sie haben die Augen zu, ganz zu, und obendrüber, da schneit es, hu!
Sie rücken zusammen dicht an dicht,
so warm wie Hans hat’s niemand nicht.
Sie hör’n alle drei ihrer Herzlein Gepoch.
Und wenn sie nicht weg sind, so sitzen sie noch.

Christian Morgenstern (1871-1914)
(Quelle: http://www.lexikus.de/bibliothek/Wintergedichte)

Faszinierende Raupen

Vielen Dank an Sebastian Morweiser der uns diesen fantastischen Film zur Verfügung gestellt hat.

Info’s und Aktuelles zu natürlichViernheim erfahren Sie aus der Tagespresse